Schrott und Fertigstahl bilden eine der stabilsten Rundreisen im europäischen Short-Sea-Verkehr: Schrott läuft aus Nordwesteuropa Richtung Mittelmeer und Türkei, Fertigstahl kommt zurück nach Norden. Beide Richtungen haben eigene Tücken – die eine beim Laden, die andere beim Stauen.

Typische Ladungen

  • Stahlschrott lose, Pakete und Schredder
  • Coils, Bleche, Brammen und Knüppel
  • Betonstahl, Träger, Rohre und Langgut
  • Roheisen und Ferrolegierungen

Worauf es ankommt

  • Greifer- und Magnetbetrieb beansprucht Tanktop und Laderaumwände – die zulässige Tanktop-Belastung ist keine Formalie, sondern das Kriterium.
  • Coils brauchen Stauholz, Keile und einen Stauplan, der die Punktlast über die Spanten verteilt.
  • Langgut und Träger: Ladungssicherung und Zugänglichkeit für die Löschung mitdenken, sonst wird die Liegezeit teuer.
  • Bei Schrott gehören Herkunft, Dichte und Beimengungen vor den Abschluss geklärt.

Die Rundreise ist der Hebel: Wer Schrott nach Süden und Stahl nach Norden in einer Planung zusammenführt, fährt kaum Leerwege – das schlägt in der Rate stärker durch als jede Einzelverhandlung.

Häufig gefragt

Warum ist die Tanktop-Belastung bei Schrott so entscheidend?

Schrott wird mit Greifer oder Magnet geladen und fällt punktuell auf den Laderaumboden. Übersteigt die Belastung den zulässigen Wert, drohen Verformungen am Tanktop – ein Schaden, der teuer und langwierig ist. Deshalb prüfen wir Schiffsdaten und Ladungsdichte gegeneinander, bevor gefixt wird.

Fahren Sie Schrott und Fertigstahl als Rundreise?

Wo es die Programme hergeben, ja. Schrott Richtung Mittelmeer und Türkei und Fertigstahl zurück nach Nordwesteuropa ergänzen sich gut, weil Volumen und Fahrtgebiet zusammenpassen. Die Rundreise reduziert Ballastanteile und wirkt damit direkt auf die Rate.