Die Ostsee ist Europas Holzkammer. Von Finnland, Schweden und dem Baltikum laufen Schnittholz, Zellstoff und Pellets nach Nordwesteuropa und in den Mittelmeerraum – ein Segment, in dem die Ladung häufig über die Lukendeckel hinaus an Deck geht und damit eigene Regeln mitbringt.
Typische Ladungen
- Schnittholz, Rundholz und Hobelware
- Holzpellets und Hackschnitzel
- Zellstoff, Papier und Karton in Rollen
- Plattenwerkstoffe und Sperrholz
Worauf es ankommt
- Decksladung nach dem Timber Deck Cargo Code: Stabilitätsrechnung, Sicherung und Vereisungszuschlag im Winter gehören in die Planung.
- Feuchtigkeit ist der Hauptfeind – Belüftung, Abdeckung und ein realistisches Witterungsfenster entscheiden über die Qualität bei Ankunft.
- Zellstoff- und Papierrollen sind druckempfindlich: Stauplan und Zwischenlagen bestimmen den Schadenverlauf.
- Ostsee-Ladehäfen mit Eiszeitfenster und begrenztem Tiefgang früh einplanen.
Holz verzeiht schlechte Planung schlechter als Schüttgut: Was an Deck fährt, ist Wetter und Seegang direkt ausgesetzt – die Route wird hier zusammen mit der Jahreszeit gewählt, nicht danach.
Häufig gefragt
Was ist beim Transport von Holz als Decksladung zu beachten?
Decksladung fällt unter den Timber Deck Cargo Code. Praktisch heißt das: eine Stabilitätsrechnung, die den Wasseraufnahme- und im Winter den Vereisungszuschlag berücksichtigt, eine belastbare Ladungssicherung sowie Sichtlinien und Zugänge, die frei bleiben. Wir klären diese Punkte mit dem Reeder, bevor die Ladung gebucht wird.
Wann ist die Ostsee für Holztransporte kritisch?
Im Winter. Eisbedingungen können Ladehäfen im nördlichen Baltikum und im Bottnischen Meerbusen einschränken, gleichzeitig steigt bei Decksladung der Vereisungszuschlag in der Stabilitätsrechnung. Beides wirkt auf Verfügbarkeit und Rate – deshalb planen wir Wintergeschäft mit größerem zeitlichem Puffer.
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