Die Nord-Süd-Achse zwischen Ostsee und Mittelmeer ist die längste der klassischen europäischen Short-Sea-Relationen und die mit dem stärksten Saisonprofil. Getreide und Holz laufen nach Süden, Dünger und Baustoffe zurück nach Norden – wer beide Richtungen zusammendenkt, fährt kaum Ballast.
Riga, Klaipėda, Ventspils, Gdynia, Szczecin, Stockholm, Rostock und Lübeck im Norden – Barcelona, Marseille, Genua, Livorno, Neapel, Piräus, Izmir und die Adriahäfen im Süden.
Östliche Ostsee bis westliches Mittelmeer je nach Hafenfolge und Wetter rund 11 bis 15 Tage.
Getreide und Ölsaaten, Schnittholz und Pellets, Düngemittel, Stahl, Torf und Baustoffe.
Worauf es ankommt
- Eiszeitfenster im nördlichen Baltikum und im Bottnischen Meerbusen begrenzen im Winter Verfügbarkeit und Hafenzugang.
- Der Kanal und die Biskaya bestimmen das Wetterrisiko der Reise – Zeitpuffer ist hier keine Vorsicht, sondern Kalkulation.
- Tiefgangsbeschränkungen in mehreren Ostsee-Häfen begrenzen die sinnvolle Schiffsgröße.
- Gegenläufige Saisons von Getreide und Dünger machen die Rundreise planbar – vorausgesetzt, man plant sie früh genug.
Auf dieser Relation entscheidet die Rückladung über die Wirtschaftlichkeit. Wir suchen sie parallel zur Hinreise, nicht danach.
Häufig gefragt
Wie lange dauert eine Reise von der Ostsee ins Mittelmeer?
Als Richtwert etwa 11 bis 15 Tage von der östlichen Ostsee bis ins westliche Mittelmeer, abhängig von Hafenfolge, Schiffsgeschwindigkeit und Wetterlage in Nordsee, Kanal und Biskaya. Adria- und Ägäis-Ziele liegen entsprechend darüber.
Ist die Ostsee im Winter für Short-Sea-Verkehre eingeschränkt?
Teilweise. Im nördlichen Baltikum und im Bottnischen Meerbusen kann Eis den Hafenzugang einschränken und Eisklasse-Tonnage erforderlich machen. Das verknappt das Angebot und wirkt auf die Rate. Die südliche Ostsee ist davon deutlich weniger betroffen.
